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Der Ursprung des Klosterhofs in der Wachau, der als ehemaliger „Lesehof“ des Stift St. Göttweig fungierte, geht ins 12. Jahrhundert zurück. Unter dem Namen „ Curia Mostinkch“ gehörte das Anwesenüber mehrere Jahrhunderte hindurch (wie auch das Stift Göttweig) zum bischöflichen Besitz Passau.


Im Laufe von Jahrhunderten entwickelte sich der Klosterhof nach mehrmaligem Besitzerwechsel zu seinem jetzigen Aussehen, liegt unübersehbar am Ortseingang von Spitz an dem einstigen Grenzbach „ Mystrica“ (Mieslingbach) und ist heute Ausgangspunkt für Wanderungen in den Weinbergen der Wachau entlang des „ Welterbesteiges bis hin zum Stift Melk.


Nach langem Dornröschenschlaf entstand in den geschichtsträchtigen Gemäuern das „Weinkolleg Wachau“ direkt an der „Donau Radwanderroute“ Passau – Wien. Mit seinem weitläufigen Garten- Hof- und Restaurantbetrieb fungierte er auch als Herberge der „Ostarrichi Weinritterschaft Wachau“.


Im Jahr 2011 wurde der Klosterhof von den neuen Besitzern überommen und komplett renoviert und liebevoll gestaltet. Im Juli 2012 öffnete der Klosterhof wieder seine Pforten und heißt Sie herzlich willkommen.

Text zu Urkunde links

Urkunde vom 12. Mai 1385


Signatur: 1385 V 12


Hunreich Polrews und Anna seine Frau setzen dem Convente und dem Stifte zu Koetweig mit Händen ihres Burgherrn Walter, des Amtmannes zu Spicz, ihren Baumgarten nächst ihrem Hause zu Spicz, genannt der Spiegel, von welchem der Herrschaft zu Spicz jährlich 10 d. an sand Michelstag zu Burgrecht zu zinsen sind, als Ebentheuer für den Hof zu Mustnikch,1 welchen ihnen das Stift auf Lebenszeit laut Urkunde verliehen hat. Von diesem und den dazu gehörigen Weingärten haben sie dem Stifte jahrlich den halben Wein in dessen Fässern zu Zinsen. Falls sie den Bau der Weingärten vernachlässigen, soll der Convent und das Stift den Schaden, welchen ihnen ein von ihnen bestellter Anwalt und zwei Nebensassen in Sand Michels pharr in der Wochaw2 zusprechen, auf dem bezeichneten Baumgarten haben.Siegler: fur die Urkundenaussteller und den Burgherrn siegeln (wann wir dy zeit aigner insigel nicht gehabt haben) Hans der Waser (I.), Richter und Burggraf zu Spicz, und Wolfhart von Aw, sesshaft zu Spicz (II.).Datum: geben (1385) an sand Pangracentag.

Quelle Regest: FUCHS, Göttweig I (=FRA II/51, Wien 1901) S. 686-687, Nr. 767


Bemerkungen: 1 Misslinghof E.-H., östlich vom Misslingbache unterhalb der Strasse, welche von Weissenkirchen nach Spitz führt, in der nächsten Nähe von Spitz gelegen. Der einst dazugehörige Besitz lag in seiner Umgebung und thalaufwärts am Misslingbache., 2 Die Wachau bezeichnete damals in seiner weiteren Bedeutung wieoben das linke Donauufer vom Misslingbache bei Spitz an bis zum Schildhüttenbache östlich von Weissenkirchen, in seiner engeren Bedeutung das heutige Weissenkirchen (Winter, Weisthümer v. N.-Oe. II, 985 Anm.).


Aufbewahrungsort: Archiv: Stiftsarchiv Göttweig (http://www.stiftgoettweig.or.at) Siegel: Von zwei Siegeln an Perg.-Streifen das erste abgefallen.II. beschädigt, rund (22), ungefärbt, IV A 2. Umschr.: .............................. FhARDIDE • AW.M aterial: Pergament Zustand: Perg. feuchtfleckig

Text zur Urkunde rechts

Urkunde vom 14. Juli 1409


Signatur: 1409 VII 22


Abt Peter [II.] und der Convent zu Kottweig verkaufen dem erbern Marics von Spicz, Hofmeister zu Arnstorff, und Dorothea dessen Frau um 100 lb. Wiener d., welche ihnen in Gulden ausgezahlt wurden, ihren freieigenen Hof bei Spicze in der Mostnikch1 niderhalb des paches in Tiernstainer gericht. Denselben haben sie jedoch dem beschaiden Paull dem Hainfellder, Bürger zu Spicze, und Anna dessen Frau um den jährlichen halben Wein auf deren Lebenszeit laut Urkunde mit der Bedingung verlassen, dass die benannten Käufer von denselben zu deren Lebenszeit den halben Wein jährlich erhalten und nach deren Tode den ganzen Hof mit allen Rechten innehaben sollen.Siegler: Abt Peter [II.] und der Convent zu Kottweig.Datum: geben (1409) an sand Marie Magdalenetag.

Quelle Regest: FUCHS, Göttweig II (=FRA II/52, Wien 1901) S. 86-87, Nr. 985


Zitat: an sand Marie Magdalenetag


Kommentar: Diese Urk. war mit der Textseite einwärts in einen Codex eingeklebt. - Vgl. nr. 1121, 1838, 1954.


Bemerkungen: 1 Misslinghof, E.-H. östl. von Spitz zur linken Seite des Mieslingbaches und unterhalb der Strasse gelegen, K.-Gr. St. Michael, O.-G. Wösendorf, V. O. M. B.


Aufbewahrungsort: Archiv: Stiftsarchiv Göttweig (http://www.stiftgoettweig.or.at)Siegel: Siegel abgefallen. Material: Pergament Zustand: Perg. durch Schnitte cassiert.

Bilder: (1) ? (2) ?